Die 95 Thesen von Martin Luther:
"Der Schatz des Ablasses jedoch ist zu Recht außerordentlich beliebt, weil er aus Letzten Erste macht." (64. These)

Panorama

Im Vorfeld des Reformationsjubiläums im Jahre 2017 gibt es ein Fülle von Veranstaltungen, zum Teil auch zu den Themen der sogenannten Lutherdekade. Was in unserer Region stattfindet, erfahren Sie nachfolgend. Die Informationen werden kontinuierlich ergänzt.

Hier stehe ich … Doppelausstellung aus Anlass des Reformationsjubiläums in der Marktkirche Goslar (Ausstellungskonzept)

In der Zeit vom 13. Mai bis 31. Oktober 2017 ist in der Marktkirche in Goslar eine Doppelausstellung aus Anlass des Reformationsjubiläums geplant. Zum einen geht es um die wertvolle Bibliothek der Marktkirchengemeinde, zum anderen um Exponate aus der Klasse von Prof. Kummer der HBK Braunschweig. Beide Teile lehnen sich an den Martin Luther zugeschriebenen Satz „Hier stehe ich und kann nicht anders“ an.

„Fahret also fort yn geduldt – Die Geschichte der Reformation in Goslar“ von Dr. Friedrich Seven

Zum 500sten Reformationsjubiläum hat der Kirchenhistoriker Dr. theol. Friedrich Seven im Auftrag des Geschichtsvereins Goslar die Geschichte der Reformation in der Reichsstadt Goslar von den Anfängen bis zur Konsistorialordnung von 1555 aufgearbeitet und damit sowohl einen Beitrag zur Stadt- und Kirchengeschichte in Goslar, als auch zur Reformationsgeschichtsschreibung geliefert. Das Buch wird vorgestellt am

Dienstag, den 16. Mai 2017 um 19:00 Uhr in der kath. Kirche St. Jakobi in Goslar

Donnerstag, 6. April 2017

Dr. Friedrich Seven: Klöster als strategische Gefahr - Bürger Goslars zerstören Klöster vor der Stadt

Goslar sah sich durch die Übergriffe des Herzog Heinrichs des Jüngeren von Braunschweig Wolfenbüttel bedroht, weswegen eine Volksmenge am 22. Juli 1527 Klöster und Kapellen vor der Stadt zerstörte, um dem Herzog damit die Möglichkeit zu nehmen, von diesen befestigten Anlagen aus die Stadt zu belagern.

Damit aber gaben sie Heinrich eine willkommene Gelegenheit, die Stadt beim Kaiser wegen Landfriedensbruch zu verklagen und verschlechterten so die rechtliche Position Goslars im Streit mit dem Herzog um das Berg-und Hüttenwesen am Rammelsberg. Der ganze geschichtliche Vorgang spiegelt die Probleme der Stadtregierung, gegen die verarmte und aufgebrachte Bürgerschaft eine gemäßigte und kaisertreue Reichspolitik durchzuhalten.

Dr. theol. Friedrich Seven studierte in Göttingen Evangelische Theologie, wirkte am Editionsprojekt „Sehling, die evangelische Kirchenordnung des 16. Jahrhunderts“ mit und verfasste seither verschiedenen Publikationen u.a. zur Reformation in Goslar. Seit 1983 war er bis zu seiner Pensionierung Pastor in Scharzfeld am Harz.

Aus Anlass des Reformationsjubiläums im Jahr 2017 ist der sogenannte Europäische Stationenweg geplant worden. Orte, in denen etwas von der Geschichte der Reformation oder ihrer bleibenden Bedeutung in der Gegenwart sichtbar wird, sollen miteinander verbunden werden. Zu den gut 60 Orte in ganz Europa zählt auch Goslar.

 

Erinnern Sie sich noch an Pfirsichblüte? Mehr als 400 Kindergartenkinder haben sich vor drei Jahren zusammen mit dem Hirten Benjamin auf die abenteuerliche Suche nach dem unternehmungslustigen Schäfchen begeben. Für das Reformationsjahr 2017 planen die evangelischen Kindertageseinrichtungen im Raum Goslar für den März ein weiteres Bibelprojekt in der St.-Georg-Kirche in Jürgenohl.

Luther in Goslar?

Der ehemalige Goslarer Probst und Oberbürgermeister Dr. Otmar Hesse wird am Anfang seines Referates am 1. Juni, um 19.30 Uhr im Amsdorfhaus diese Frage beantworten. Anschließend wird er darüber sprechen, wie die Situation im Bergbau, im Hüttenwesen und im Metallhandel im Mansfelder Land und im Harz war.

Marktkirche Goslar | Fotograf: Stefan SchieferIm Jahr 2017 jährt sich der Beginn der Reformation durch Martin Luther zum 500. Mal. Welche Veränderungen diese Zeit für Goslar bedeutete, wird in einer neu konzipierten, 2-stündigen Reformationsführung erläutert. Diese zeigt Orte des reformatorischen Geschehens und beleuchtet die politischen, gesellschaftlichen und religiösen Hintergründe.

Erneuerer des Glaubens, Begründer der Neuzeit, Urhaber der deutschen Schriftsprache – das sind nur einige der Zuschreibungen an Martin Luther, der vor knapp 500 Jahren seine Thesen gegen den Ablasshandel veröffentlichte und damit einen Anstoß für die Reformation gab. Für viele Protestanten gilt sein Denken noch immer als maßgebend und prägend. Umso wichtiger aber ist es, sich mit den zum Teil hochheiklen Aspekten seiner Theologie und seines öffentlichen Wirkens auseinander zu setzen.

Vortrag vom Generalsekretär des Weltbundes, Martin JungeHochkarätiger Besuch aus der Kirchenwelt weilte zwei Tage in der Kaiserstadt Goslar. Die Gäste kamen aus den Partnerkirchen der Landeskirche Braunschweig, aus Namibia, England, Japan, Indien und Tschechien. Außerdem war es durch Vermittlung von Oberkirchenrat Norbert Denecke, er ist Geschäftsführer des deutschen Nationalkomitees im Lutherischen Weltbund, gelungen, den Generalsekretär des Weltbundes, Martin Junge aus Chile nach Goslar zu holen.

Propst Thomas Gunkel hielt vom 2. bis 6. Juni 2014 Andachten im Radio. Sie beschäftigten sich mit Martin Luther, den wichtigsten Anliegen des Reformators, mit der Frage nach der Aktualität der Impulse, die von der Reformation ausgegangen sind, und mit dem Besuch des Generalsekretärs des Lutherischen Weltbundes, Pfarrer Martin Junge, der kürzlich in Goslar zu Gast war.